Investmentfonds

Die Geldanlage Investmentfonds unterscheidet sich teilweise deutlich von der Geldanlage Aktien. Bei einem Investmentfond wird durch den Kunden einmalig oder regelmäßig eine bestimmt Summe an eine Kapitalgesellschaft überwiesen. Diese investiert das neue Geld möglichst gewinnbringend. Dies können zum Beispiel der Kauf von

Aktien, Anleihen, Immobilien oder kurz laufende Anlagen sein. Für einen Investmentfonds sind so genannte Fondsmanager verantwortlich, die das Geld durch geschicktes Hin- und Herschichten versuchen zu vermehren.

Im Gegensatz zum Aktienkauf erhält der Kunde bei den Investmentfonds nur einen Anteil am Kapitaltopf, dem Fonds. Bei Aktien werden direkte Unternehmensanteile gekauft. Der Vorteil an Investmentfonds ist, dass auch schon mit geringen Beiträgen am Kapitalmarkt investiert werden kann. Dadurch erhalten die Kunden auch eine sehr gute Streuung Ihres Geldes. Des Weiteren müssen die Summen, die monatliche investiert werden, nicht gleich sein. Ist der Kunde in dem ein oder anderen Monat nicht so zahlungskräftig, dann können die Beträge ausgesetzt oder heruntergefahren werden. Auch der umgekehrte Weg ist möglich.

Investmentfonds haben in den letzten 30 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 8,3% bis 9,7% erwirtschaftet. Dies ist deutlich mehr, als bei einer herkömmlichen Anlageform. Bei Investmentfonds ist auch das Risiko von Kursschwankungen sehr gering, da der Fondsmanager in verschiedene Wertpapiere investiert und somit das Risiko minimiert. Des Weiteren kann der Kunden auch risikoärmere Fonds auswählen. Investmentfonds gibt es am Markt mittlerweile in einer großen Anzahl, was aber gleichzeitig zum Nachteil hat, dass das Angebot teilweise sehr unübersichtlich geworden ist. Die bekanntesten Fonds sind die Aktien-, Geldmarkt- und Rentenfonds. Des Weiteren gibt es noch Immobilien- und Hedgefonds. Zahlreiche Mischformen dieser Fonds runden das Angebot ab. Jedem Fonds liegt ein Konzept bzw. eine Strategie zugrunde, weshalb sich die Fonds teilweise sehr stark unterscheiden. Teile der Fonds investieren nur in einzelne Sparten, anderen hingegen bauen sich sehr breit auch und investieren in verschiedensten Ländern, Branchen oder Währungen. Für den Kunden gibt es bei der Fondsauswahl Hilfsmittel. Von unterschiedlichen Firmen werden Fondsratings veröffentlicht. Diese geben einen Überblick der Fondsentwicklung und zeigen dem Kunden, wie die Fondsmanager in den letzten Jahre gearbeitet haben. Diese Ratings dürfen aber nicht alleine ausschlaggebend sein. Bei der Auswahl sollte auf jeden Fall noch ein unabhängiger Finanzexperte hinzugezogen werden. Bei der Fondsauswahl sollte sich der Käufer an drei Kriterien orientieren: das Sparziel, das Risiko und die Zeit.

Auch bei Investmentfonds ist es wichtig, das der Anleger sich regelmäßig die Entwicklung anschaut und diese mit anderen Produkten vergleicht. Dies bietet Ihm die Möglichkeit, dass Geld bei schlechtem Verlauf in anderen Produkte zu investieren oder eventuell bei einem hohen Kurs den Fonds zu verkaufen.

Vorteile:

mit geringen Beiträgen kann am Kapitalmarkt investiert werden

Fondsmanager kümmern sich um die Vermehrung des Geldes

gute Streuung der Geldanlage

keine feste Beitragszahlung

sehr gute Rendite (8,3%-9,7%)

Risiko von Kursschwankungen geringer

können auch risikoärmere Fonds ausgewählt werden

große Auswahl an Fonds

Fondsratings geben Überblick bei der Auswahl

Nachteile:

es werden keine Unternehmensanteile gekauft

Fondsangebot sehr unübersichtlich

Rendite kann auch gering ausfalle