Girokonto
In der heutigen Zeit muss jeder ein Girokonto haben. Auf dieses Girokonto werden Lohn und Gehalt überwiesen und Fixkosten wie zum Beispiel die Miete, die Telefonrechnung oder die Versicherung werden vom Girokonto abgebucht.
In Deutschland gibt es rund 91 Millionen Girokonten und damit ist das Girokonto die verbreitetste und auch
beliebteste Möglichkeit für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Im Mai dieses Jahres verwalteten deutsche Banken im Schnitt täglich über 53 Milliarden Euro Guthaben auf den Girokonten ihrer Kunden. Neben Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträgen bietet ein Girokonto außerdem die Grundlagen für viele unterschiedliche Bankdienstleistungen und erleichtert auf diese Weise das Bezahlen. Zu diesen Leistungen gehören auch die Bankkundenkarte und die damit verbundenen Möglichkeiten, wie Bargeld an einem Geldautomaten zu holen und im Geschäft damit zu bezahlen.
Wer einen Dispositionskredit oder eine Kreditkarte haben möchte, der muss dafür ein Girokonto haben. Außerdem eignet sich das eigene Girokonto zum Beispiel auch sehr gut als Referenzkonto für Tagesgeld. Die Zinsgewinne aus dem Tagesgeldkonto können auf dem Girokonto gutgeschrieben werden und sind so schnell verfügbar.
In Deutschland kann jeder Bürger ein Girokonto eröffnen. Aber es gibt auch besondere Arten von Girokonten und auch bestimmte Bedingungen für die Eröffnung eines Girokontos. Die Banken bieten verschiedene Modelle für Girokonten an. Es gibt beispielsweise das Gehaltskonto, das Geschäftskonto, ein Studentenkonto oder auch ein kostenloses Girokonto. So wird bei einem Gehaltskonto in der Regel eine bestimmte monatliche Summe verlangt. Anders sieht es dagegen bei einem Studentenkonto aus. Für Studenten fallen bei einem Girokonto in den meisten Fällen keine Gebühren an. Ein Girokonto für Studenten gilt für das gesamte Studium und wird meistens bis zum 25. oder 30. Lebensjahr genutzt. Auch Geschäftskonten können genauso wie andere Girokonten auch als bequemes Onlinekonto geführt werden. Die Gebühren für Überweisungen und andere Transaktionen werden bei Geschäftskonten wahlweise als Einzelposten oder auch pro Auftrag berechnet. Ob für das Girokonto eine monatliche Kontoführungsgebühr berechnet wird ist immer von der jeweiligen Bank abhängig.
Durch ein Girokonto hat man auch die Möglichkeit bargeldlos zu zahlen. Mit Überweisungen und Lastschriften wird in Deutschland am häufigsten bezahlt. Rund 46 % aller bargeldlosen Zahlungsvorgänge werden durch Lastschriften, 45 % durch Überweisungen und nur sechs Prozent werden mit einer EC-Karte getätigt. Drei Prozent der bargeldlosen Zahlungsvorgänge wird mit Kreditkarten gezahlt. Die meisten Banken räumen ihren Kunden bei der Nutzung eines Girokontos auch einen Dispositionskredit ein. Die Höhe dieses "Überziehungskredits beträgt in der Regel drei Monatsgehälter. Die Zinsen für diesen Dispositionskredit variieren allerdings sehr stark. Zusätzlich zu einem Girokonto kann man meist auch eine Kreditkarte nutzen. Diese Kreditkarte ermöglicht zum Beispiel auch den bargeldlosen Einkauf in Geschäften und auch im Internet.
Ein Girokonto kann aber auch nur auf Guthabenbasis geführt werden. So bekommt jeder die Möglichkeit am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen. Ein Girokonto auf Guthabenbasis ist immer dann ein Thema wenn ein negativer Schufa-Eintrag vorliegt.